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BW Bild 0003Irgendwie muß ich beginnen.

Platz ist keiner, Geld hat es wenig, aber jede Menge Gleise von einer früheren Anlage sind noch vorhanden. Als mir dann ein Gleisplan für ein BW in einer älteren MIBA-Ausgabe in die Hände fiel, war die Entscheidung gefallen: mit dem Vorhandenen und möglichst wenig neu zu Kaufendem sollte ein kleines BW entstehen, so daß meine Modelloks eine Heimat bekommen. Und ich sie wenigstens "auf und ab fahren" sehen kann.

 

 

 Das erste Problem ergab sich, als ich das Längenmaß des MIBA-BWs mit dem vorhandenen Modulkasten der Anlage, die nach dem Umzug nicht mehr aufgebaut werden kann, verglich: 190 cm zu 120 cm. Eine Übernahme des Gleisplans war also nicht möglich. Aber der Modulkasten sollte auf jeden Fall Verwendung finden, zumal dessen Größe für die hiesigen Verhältnisse nahezu optimal ist. Da hieß es dann so lange Gleise, Weichen, Drehscheibe und Lokschuppen auf der Platte Hin und Her verschieben, bis es irgendwie paßte und alle notwendigen bzw. gewünschten Dinge ihren Platz gefunden hatten.

Sicherlich herrscht eine drangvolle Enge; für das Rohrblasgerüst findet sich vermutlich kein Platz (aber nach einiger Recherche fand ich, daß es ein solches ohnehin nicht in jedem BW gab), und auch ansonsten müssen einige Kompromisse geschlossen werden. Von der Größe bis hin zur Anordnung der Betriebsanlagen. Was im Modellfall natürlich den Vorteil mit sich bringt, mehr rangieren zu müssen.

Nach etlichen Änderungen war am Ende alles, was ich unterbringen wollte, plaziert: Drehscheibe, 3-ständiger Ringlokschuppen, Bekohlung, Schlackengrube, Wasserkran. Sogar für ein Verwaltungsgebäude findet sich noch Platz. Es ist letztlich sicherlich nicht optimal, und Puristen werden vermutlich so manches daraus auszusetzen haben, aber für mich erfüllt der Plan seinen Zweck.

Durch die überschaubare Größe besteht die Chance, in absehbarer Zeit Fortschritte zu sehen und einen betriebsfähigen Anlagenteil zu haben. Fernerhin dient mir das als Übungsstück, um nach einigen Jahren nur theoretischem Modellbahnhobby wieder in die Praxis einzusteigen (ähnlich dem Bauprojekt Diorama Faller Klosterhof B 350, mit dem ich den Gebäude- und Landschaftsbau "üben" will).

Da es auch nach dem Umzug räumlich eng für eine Modellbahnanlage ist, wird es auf eine Anlage in einzelnen Modulen, die zum Betrieb machen zu einer größeren Einheit zusammengestellt werden, hinauslaufen. Das bietet mir zudem den Vorteil, verschiedene Epochen darstellen zu können. Das BW werde ich in die frühen 70er Jahre des 20. Jahrhunderts einordnen. Diese Zeit habe ich in meiner Kindheit eisenbahnmäßig noch miterlebt und war - vermutlich nicht immer zur Freudes des Bahnpersonals - häufig als Besucher im BW Aschaffenburg, das seinerzeit eine doch recht stattliche Größe hatte. Vor allem die letzten dort stationierten Dampflokomotiven der Baureihe 65 hatten es mir immer wieder angetan.

Zwar wird es mir nicht mal annähernd möglich sein, ein BW dieser Größenordnung nachzubilden, aber so ein paar Kindheits- und Jugenderinnerungen werden doch in das Modul einfließen. Aber sicherlich nicht das jämmerliche Bild der ausgemusterten 65er, die einige Zeit auf einem Abstellgleis vor sich hin rosteten, bis sie zur Verschrottung abgeholt wurden.